Die kleine Villa

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Die kleine Villa

Beitrag  Vita am Fr Apr 02, 2010 2:16 am

In der kleinen Villa leben Gina, Carl und Dia. Bevor man zur Eingangstüre kommt, muss man ein großes Eisentor öffnen und einen kurzen Weg durch den Vorgarten begehen, ehe man zur Eingangstüre kommt. Zwei Stufen führen zu dieser. Wenn man hinein kommt, ist man im Flur, wo eine Treppe nach oben führt. Wenn man im Flur jedoch nach rechst geht kommt man ist das offene Wohnzimmer, wo ein Kamin und ein Klavier stehen. Auch Sofa und Tisch finden sich dort an. Durch die Terassentüre kommt man in einen garten hinterm Haus. Geht man durch das Wohnzimmer durch, gelangt man in die Küche und von der aus wieder in den Flur. Unter der Treppe vom Flur gelangt man in den Keller, wo einen kleine Waschküche ist. Folgt man der Treppe nach oben, kommt man zu den Räumen von Gina, Carl und Dia und einem großem Bad.

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Können wir so tun,
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Re: Die kleine Villa

Beitrag  ~Kate~ am Fr Apr 02, 2010 11:19 am


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Re: Die kleine Villa

Beitrag  ~Kate~ am Sa Apr 03, 2010 4:57 pm



Wie jeden Morgen war Gina die erste, die aufstand. Sie schwang sich aus dem Bett und streckte sich erst einmal ordentlich, ehe sie ihre Vorhänge zurück zog und feststellte, dass der Nieselregen vom Vortag zwar nachgelassen hatte, aber dafür immer noch Wolken am Himmel hatte hängen lassen. Sie seufzte, drehte sich um und ging zu ihrem Kleiderschrank, wo sie sich ihr blaues Kleid, ihre weiße Schürze und frische Unterwäsche heraus holte. Anschließend ging sie zu ihrem Nachttisch, setzte ihre Brille auf und ging aus ihrem Zimmer hinaus in den Flur. Alles war still. >>Dia und Carl schlafen sicher noch...<< dachte sie sich und ging in das Bad, das schräg gegenüber ihrem Zimmer lag. Obwohl es noch früh am Morgen war, war das Bad schon beheizt und wollig warm. Gina legte ihre Kleidung auf den kleinen Schrank, der neben der Dusche stand und zog sich ihr Nachthemd aus. Ordentlich zusammen gefaltet, legte sie es unter ihre Kleidung, die Brille auf das andere Schränkchen und stieg anschließend unter die Dusche. Trotz des beheizten Bades, war es ohne Nachthemd etwas kühl und Gänsehaut machte sich auf ihrem Körper breit. Schnell machte sie das Wasser an, doch war dies ein kleiner Fehler, denn es kam zuerst eisiges Wasser heraus. "Waaah, ist das kalt!", jammerte sie und stellte es etwas wärmer. Nach und nach kam das heiße Wasser und ihr wurde wärmer. "Ahh, das ist doch schon viel besser..." Für einen kleinen Moment schloss Gina die Augen und genoss das heiße Wasser, dass auf sie niederprasselte. Doch schon im nächsten Moment öffnete sie die Augen wieder und griff nach ihrem Duschgel. "Keine Zeit zum Träumen.", ermahnte sie sich und wusch sich schnell den nackten Körper. Ein zweiter Griff und sie hatte das Shampoo in der Hand und schäumte ihre bläulichen Haare ein. Nach einer kurzen Kopfmassage, spülte sie sich den ganzen Schaum aus den Haaren und vom Körper weg. Nachdem sie sich entschäumt hatte, stellte Gina das Wasser ab und griff nach dem Handtuch, welches sie sich vorsorglich neben die Dusche gehängt hatte. "Nanu?" Ihr Griff ging ins Leere. Verdutzt schaute sie aus der Dusche hervor. Auf der Heizung, wo eigentlich ihr Handtuch hängen sollte, hing keins. Etwas aus der Bahn geworfen stand sie da und starrte die Heizung an, als ob diese jeden Moment das Handtuch ausspucken würde. "Wieso hängt da nicht mein Handtuch?", maulte Gina mit sich selbst. >>Was mach ich denn jetzt? Wenn ich aus der Dusche steige, wird alles nass...<< Verzweifelt schaute sie sich um, doch war kein Handtuch in Griffweite. Ein Seufzer war zu vernehmen und schon stand Gina mitten im Bad. Wieder kam Gänsehaut über sie, denn das Wasser zog jede noch so kleine kalte Luft an. Schnell watschelte Gina über die Badematten zum Regal und griff sich ein großes Handtuch raus, welches sie sich sogleich umwarf und sich ab rubbelte. Langsam wurde ihr wieder schön warm und ihr Gesicht entspannte sich. Als sie endlich trocken war, schlang sich das Mädchen das Handtuch um die Haare und schlüpfte in ihre Kleidung rein. "So, jetzt schnell die Haare geföhnt und dann muss ich auch schon die Beiden wecken und Frühstück machen." Mit dem Handtuch rubbelte sie sich ihre langen Haare noch etwas trockener und nahm sich dann den Föhn zur Hand. Mit der einen Hand föhnte sie nun und mit der anderen kämte sich Gina ihr Haar glatt. Nur noch schnell die üblichen Zöpfe geflochten und die Brille auf die Nase, stand sie da wie immer. Nicht sonderlich hübsch aber auch nicht potthässlich, eben ein ganz normales Mädchen. Sich selbst ein kurzes Lächeln zugeworfen, schnappte Gina sich ihr Nachthemd und ging eilig in ihr Zimmer zurück, wo sie sogleich das Bett machte und das Nachthemd unter ihrer Decke verschwinden ließ. "Hach Mist..." Schnell eilte sie ins Bad zurück, nahm die nassen Matten vom Boden weg, schmiss sie in den Wäschekorb und legte neue hin. >>So ist das auch wieder trocken.<< Ihr nasses Handtuch legte sie ebenfalls in den Wäschekorb und stellte den nun vollen Korb in den Flur. Im nächsten Moment war sie schon wieder im Bad und ließ heißes Wasser in die Wanne laufen und legte einige Handtücher zurecht. Noch etwas Badeschaum hinzugeben, war das Badewasser auch schon fertig. Türe zu, damit die Wärme nicht flöten ging. Kurz die Schürze zurecht gerückt, schloss Gina nun auch ihre Türe und ging zum Flurende, wo sie zaghaft an die vorletzte Türe klopfte und anschließend leise eintrat. In dem Raum schien sich noch nichts geregt zu haben, denn die Vorhänge waren noch zugezogen und ließen kein Licht hinein. Leise schritt Gina zu dem Bett hin und beugte sich hinunter. Halb zusammen gerollt lag Dia zwischen Kissen und Decke und schien noch in den tiefsten Träumen zu sein. "Dia... Dia, wach auf... Der Morgen hat schon begonnen und dein Badewasser ist auch schon fertig..."



"Dia... Dia, wach auf... Der Morgen hat schon begonnen und dein Badewasser ist auch schon fertig..." Leise, ganz leise drangen diese Worte an Dias Ohr. Von wo kamen sie her? Dia sah sich verwundert um. Wo waren all die tollen Kleider hin, die gerade noch vor ihr lagen? Nichts... Leere... Auf einmal war alles schwarz geworden... Dia stemmte die Hände in die Hüften. "Was soll der Mist? Ey, ich wollte die Kleider haben!", maulte das Mädchen verärgert. Diese doofen Worte haben ihr die Kleider genommen. Was sollte das heißen, der Morgen hatte begonnen? Es war doch alles schwarz, was sollte das? Immer noch verärgert dreht Dia sich um. "Dia... Dia, wach auf... Der Morgen hat schon begonnen und dein Badewasser ist auch schon fertig..." Wieder hallten diese Worte durch das Nichts. "Ach verdammt, wer bist du?" Jetzt schrie Dia schon fast, so wütend war sie, dass sie ihre Kleider nicht hatte bekommen. Auf einmal wurde sie gerüttelt. Wie aus dem Nichts war da auf einmal ein Erdbeben. "Waaaah" Dia plumpste hin, doch fiel sie nicht auf ihren Po, sondern in das schwarze Nichts. "Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah", kam es von ihr und sie fiel immer weiter. Vor Schreck hatte sie die Augen fest zugekniffen. Doch allmählich fiel sie langsamer und vorsichtig öffnete sie ihre Augen. Verschwommen sah sie jemanden vor sich stehen. Das Rütteln ließ nach und verschlafen schaute Dia zwischen Kissen und Decke hervor. "Waaaa..."Ein Gähnen unterbrach das Mädchen, die sich versuchte noch tiefer in die Kissen zu kuscheln. Sie hatte erkannt, wer da vor ihr stand. Es war Gina, die sie wecken wollte. "Ich will aber doch noch gar nicht...", murmelte Dia in die Kissen hinein. Verschlafen wälzte Dia sich auf die andere Seite. Doch da wurde es auf einmal hell. "Mmmmmh....", grummelte sie, doch blieb es hell. "Dia, du musst aufstehen, sonst hast du gleich kaltes Badewasser... Komm schon, steh auf..."Immer noch grummelte Dia vor sich her, doch schob sie langsam die Decke zurück. Gemächlich setzte sie sich auf und rieb sich die Augen. Einmal kurz gestreckt stand Dia dann schließlich doch noch auf. "Ist ja gut... ich bin ja schon auf..." Sie nahm die Sachen entgegen, die Gina ihr schon rausgesucht hatte und schritt aus ihrem Zimmer hinaus in den Flur, an dem Wäschekorb vorbei und schlurfte ins Bad. Schön warm war es hier drin. Sie schloss die Türe und legte ihre Kleidung auf eben dem Schrank ab, wo auch Gina ihre Kleidung zuvor abgelegt hatte. Schnell aus dem Nachthemd geschlüpft, stieg Dia langsam in die Wanne. Eine Gänsehaut überkam sie, als sie das heiße Wasser spürte. Vorsichtig aber schnell ließ sie sich in die Wanne sinken und schloss entspannt die Augen. Schön angenehm war das Wasser. >>Zum dumm das es nur ein Traum war. Die Kleider waren einfach göttlich...<< schwärmte Dia, während sie das heiße Bad genoss.



Nachdem Dia sich immer noch nicht gerührt hatte, wiederholte Gina ihren Satz abermals. Immer noch keine Regung. Gina seufzte leise und fing an Dia leicht zu rütteln. Da diese sich immer noch nicht regte, rüttelte Gina etwas fester. Endlich öffnete Dia langsam die Augen, also ließ Gina von ihr ab und sah sie nur noch an. "Waaaa..." Gina zog eine Braue hoch, als Dia etwas sagen wollte, doch ein lautes Gähnen sie unterbrach. Ein kleines Schmunzeln kam ihr über die Lippen, als sich Dia versuchte tiefer in die Kissen zu kuscheln. >>Jeden Morgen das selbe...<< grinste Gina in sich hinein. Sie brauchte noch nicht einmal was sagen, da kam schon von Dia "Ich will aber doch noch gar nicht..." Gina schüttelte den Kopf, als sich Dia im Bett wälzte. Also ging Gina zu den Vorhängen und zog sie kurzer Hand auf. Ein Grummeln war von Dia zu vernehmen, der es anscheinend gar nicht passte, dass es in ihrem Zimmer nun hell war. Nun war es Gina etwas leid und sie stellte sich mit den Händen in den Hüften vor Dia ans Bett. "Dia, du musst aufstehen, sonst hast du gleich kaltes Badewasser... Komm schon, steh auf...", sagte sie nun etwas energischer. Noch immer grummelte Dia, doch bewegte sie sich langsam zum Aufstehen. >>Na also...<<, dachte sich Gina und öffnete Dias Kleiderschrank, um ihr aus den ganzen vielen Kleidern Dias Lieblingskleid rauszuholen. Zwischenzeitlich war Dia endlich aufgestanden, nahm die Kleidung entgegen und schlurfte aus dem Zimmer. Wieder schüttelte Gina leicht den Kopf. Es war immer wieder ein Schauspiel, Dia zum Aufstehen zu bewegen. Gina machte sich daran das Bett ordentlich zu machen und schüttelte die Kissen auf und faltete die Decke einmal halb, um sie anschließend ordentlich auf das Bett zu legen. Ein kurzer schweifender Blick durch das Zimmer, sagte ihr, dass sonst alles in Ordnung war und so verließ Gina das Zimmer und stand wieder auf dem Flur. >>So jetzt nur noch Carl wecken und dann kann ich das Frühstück machen<< Gina wandte sich nach links und ging zum letzten Zimmer auf dem Flur. Dort klopfte sie etwas lauter an, da sie wusste, dass Carl es sonst nicht vernehmen würde. Sie öffnete die Türe und schaute in das Zimmer hinein. Statt ein dunkles Zimmer vorzufinden, waren die Vorhänge schon zurück gezogen, das Bett gemacht und alles weitere im Raum auch. Etwas verwundert blickte Gina sich um. Es gab keine Anzeichen, dass Carl noch im Raum war. War er etwa schon aufgestanden? Immer noch verwundert über diese Situation schloss Gina die Türe wieder und schaute auf den Flur. War sie jetzt völlig verrückt? Der Wäschekorb war weg. Langsam schritt Gina zum Badezimmer hin und lauschte an der Türe. Dia war eindeutig immer noch im Bad, also schritt Gina den Flur entlang und ging die große Treppe hinunter ins Erdgeschoss. Unten an der Treppe angelangt blieb sie stehen und schaute sich um. "Carl, wo hast du den Korb hin geräumt....", murmelte sie vor sich her.



Eigentlich hätte er es gar nicht hören können, doch von dem zaghaftem Klopfen an Dias Türe war er trotzdem aufgewacht. Hellwach schaute Carl sich ein seinem Zimmer um. Die zugezogenen Vorhänge versperrten dem Licht das Eindringen und hatten ihn noch schlafen lassen. Doch Carl wollte nicht mehr schlafen. Daher wartete er gar nicht erst bis Gina ihn weckte, sondern stand gleich auf. Er suchte sich seine Sachen aus dem Schrank und zog sich direkt um. Da er gestern erst Duschen war, war es heute nicht so dringend, zumal seine Schwester eh erst mal stundenlang das Bad belegen würde. Carl zog die Vorhänge zurück und ließ das Licht eindringen. >>Hmmm... wirklich schön ist das Wetter nicht, aber immerhin nieselt es nicht mehr...<< Schnell machte Carl sein Bett ordentlich und trat auf den Flur. Dia schlurfte gerade ins Bad und schien ihn nicht bemerkt zu haben. Gina schien noch in Dias Zimmer zu sein, um dort alles recht zu machen. Carl ging also den Flur entlang und sah den Wäschekorb neben der Badezimmertüre stehen. Er schaute hinein und sah, dass er voll war. Scheinbar wollte Gina ihn gleich in die Wäscheküche bringen. Carl hob den Korb einmal kurz hoch und merkte, dass er schwerer war, als er aussah. Und den wollte Gina gleich die Treppe runter tragen? Carl schüttelte den Kopf und schleppte sogleich den Korb zur Treppe hin. Gina war eh noch mit Dias Zimmer beschäftigt, also warum sollte er ihr nicht ein wenig zur Hand gehen? Schnell war der Korb nach unten getragen worden und der Junge vernahm vom Obergeschoss ein lauteres Klopfen. Gina schien ihn gerade wecken zu wollen. Ein leichtes Grinsen kam ihm über die Lippen und er ging mit dem Korb weiter zur Waschküche. In der Waschküche angelangt, stellte er den Korb ab und schaute sich um. Mit den ganzen Gerätschaften die hier standen konnte er nichts anfangen. "Ach verdammt, was ist denn hier wofür?", maulte der Junge. Er schaute sich alle genau an, doch konnte er sich nicht weiter helfen. "Hmm, muss Gina das doch selbst machen..."Leicht enttäuscht ging er wieder aus der Waschküche raus und ging in Richtung Küche. Doch kam er nicht weit, denn Gina stand am Ende der Treppe und murmelte etwas vor sich her. Doch Carl hatte den Satz verstanden und meinte von der Seite her zu ihr "Der steht in der Waschküche. Wollte dir das eigentlich abnehmen, aber mit den Gerätschaften da unten muss man sich erst einmal auskennen und ehe ich etwas kaputt gemacht hab, hab ich mir gedacht, dass ich das doch lieber dir überlasse. Für mich brauchst du kein Frühstück machen. Ich hab noch keinen Hunger. Ich übe' jetzt direkt mal Geige" Ehe Gina etwas erwidern konnte, war Carl auch schon auf den Weg zum Wohnzimmer, wo er sich seinen Geigenkasten nahm, die Geige hervor holte, sie anlegte und mit geschlossenen Augen zu spielen begann. Sofort wurden die Räume gefüllt von der lieblichen Geigenmelodie.



Langsam wurde das Wasser kalt und Dia öffnete die Augen wieder. Fast wäre sie wieder eingeschlafen, so schön war die Träumerei von den Kleidern. Endlich griff sie nach ihren Duschsachen und fing an sich den Körper einzuschäumen. Da sie in der Wanne lag, war der Schaum schnell wieder abgespült und sie fing an sich ihre kurzen, schwarzen Haare zu waschen. "Brrrr.... jetzt wird das Wasser zu kalt...", jammerte Dia und wusch sich schnell den Schaum aus den Haaren, um aus der Wanne steigen zu können. Sie nahm sich das Handtuch, wickelte sich darin ein und trocknete sich ab. Endlich wurde ihr wieder warm und sie ließ das Wasser aus der Wanne. Dia schlüpfte in ihr grünes Kleid und trocknete sich ihre Haare. Mit der Bürste einmal durchgekämmt, lag das Haar ordentlich und sie konnte sich ihr Haarband rein tun. Ihr Handtuch hängte sie über die Heizung und ihr Nachthemd legte sie zusammen gefaltet auf den Schrank, wo zuvor ihr Kleid lag. Ein Blick in den Spiegel, der ihr sagte, dass sie adrett wie immer aussah und schon war sie aus dem Bad raus gekommen. Dia ging Richtung Treppe und sah das Gina am anderen Ende stand und Carl auch kurz bei ihr war. Sie legte ein wenig den Kopf schief, als er sagte, er habe keinen Hunger und kurz darauf sein Geigenspiel zu hören war. Für einen kurzen Moment dachte sie nach, ehe sie die Treppen hinab ging. "Danke fürs Wecken.", sagte sie mit einem Lächeln an Gina gewandt und kurz darauf sagte auch sie "Für mich brauchst du auch kein Frühstück servieren. Ich werde gleich ein wenig spazieren gehen."Mit einem Lächeln ging sie in das Wohnzimmer, wo ihr Bruder mit geschlossenen Augen Geige spielte. Sie setzte sich auf die Lehne des nahe stehenden Sessels und lauschte der Melodie einen Moment. Sie war ruhig und rein. Die Melodie hatte eine beruhigende Wirkung, doch war die Dia momentan zu ruhig. Fast wäre sie schon wieder eingeschlafen. Daher stand sie auf, drückte ihrem Bruder einen kurzen Begrüßungskuss auf die Wange, den er zwar scheinbar wahrnahm, sich aber nicht weiter aus der Bahn von werfen ließ. Er blinzelte nur und schon waren seine Augen wieder geschlossen, konzentriert auf die Melodie. Dia dagegen schritt durch den Flur zur Kommode und nahm sich ihren Poncho hervor, den sie sich sogleich umwarf. "So, Gina, ich bin dann etwas draußen Spazieren. Bis heute Abend.", verabschiedete sich Dia und trat zur Türe hinaus. Nachdem sie die Türe zugezogen hatte, blickte sie gen Himmel. Leichte Wolken waren am Himmel zu sehen, aber das sollte sie nicht weiter stören, denn sie ging fröhlich den Berg hinab in Richtung Wald. >>Jetzt ist bestimmt ein herrlicher Moment um am Wasserfall zu sein...<< dachte sie sich.

~Dia verlässt die kleine Villa und geht zur Göttinen-Quelle~



Im ersten Moment wusste Gina gar nicht, wie sie reagieren sollte. Sollte sie schweigen oder doch lieber lachen? Das Carl ihr helfen wollte, war nichts ungewöhnliches mehr, aber es war doch zu putzig, wie er jedes mal irgendeine holprige Stelle fand, sodass Gina es letztlich doch selbst machen konnte. Sie belächelte es nur, als Carl ihr sagte, er habe noch keinen Hunger und Geige spielen ging. Dies machte er für gewöhnlich immer, wenn sein Schuss, ihr zu helfen, nach hinten los ging. Mittlerweile war auch Dia nach unten gekommen und teilte ihr ebenfalls mit, dass sie kein Frühstück wolle. Jetzt zog Gina eine Braue hoch, doch sagte sie nichts dazu. Nachdem Dia ins Wohnzimmer zu ihrem Bruder verschwunden war, ging Gina in die Waschküche, räumte den Korb leer und füllte die Waschmaschine. Nachdem sie diese angemacht hatte, ging sie wieder nach oben und bekam gerade noch mit, wie Dia sich verabschiedete. "Tschüss" konnte Gina gerade noch sagen, da war die Haustüre auch schon zugezogen. Schulterzuckend ging Gina ins Wohnzimmer, wo Carl immer noch Geige spielte. Sie setzte sich in den Sessel und nahm sich ihre Stricksachen zur Hand. Immer wenn Carl Geige spielte, setzte sie sich dazu und stickte. Sie blickte kurz zu ihm und ihr Blick traf seinen, denn er hatte unerwartet seine Augen aufgemacht und blickte zu ihr. Leicht irritiert senkte sie ihren Blick wieder und fing an zu stricken.



Nach einer ganzen Weile beendete Carl sein Geigenspiel und räumte seine Geige wieder weg. Ohne das er es wirklich gemerkt hatte, war es schon später Nachmittag geworden und Gina war erstaunlicherweise über ihren Stricksachen eingeschlafen. Carl grinste nur, als er sah wie das Mädchen mit dem Kopf leicht seitlich nach unten geneigt am schlafen war. Vorsichtig nahm er ihr die Stricksachen aus der Hand, damit sie sich nicht an der Nadel verletzten konnte. >>Hmm, lass ich sie jetzt hier schlafen oder bring ich sie in ihr Bett? Vermutlich ist es besser, wenn ich sie ins Bett bringe, sonst hat sie morgen Rückenschmerzen.<< Anfangs stand Carl etwas ratlos vor dem Sessel und schaute, wie er Gina am besten tragen könnte. Ganz behutsam hob er ihren Arm hoch und legte ihn sich um den Hals. Seinen linken Arm schob er ihr unter den Rücken und den rechten Arm unter ihre Beine. So konnte der Junge Gina ohne Probleme hochheben und leicht die Treppe hinauf tragen. Auch wenn Gina nicht sonderlich schwer war, die Treppe musste er langsam hochgehen, da er nicht viel von den Stufen sehen konnte. Endlich oben angelangt ging Carl zu ihrer Türe und öffnete sie mit dem Ellbogen vorsichtig. Mit dem Fuß schob er die Türe auf und gelang so in das kaum beleuchtete Zimmer. Zum Glück wusste er, wo das Bett stand, ansonsten hätte Carl das Licht anmachen müssen und dann wäre Gina sicherlich wach geworden. Nachdem das Mädchen in ihrem Bett war, zog Carl die Vorhänge zu und eine Decke über Gina. >>So, dass wäre geschafft... Doch was nun?<< Carl verließ das Zimmer und schloss die Tür. Er schaute auf die Uhr. Kurz vor 4. Wo Dia bloß blieb? Sie hatte gesagt, sie wolle einen kleinen Spaziergang machen, doch nun war es schon später Nachmittag, sonst war sie doch auch immer pünktlich. Was sie wohl aufhielt? Ein klein wenig machte Carl sich Sorgen um seine Schwester, aber er wusste, dass ihr hier im Ort nichts passieren konnte. Sicherlich hatte sie jemanden von hier getroffen und unterhielt sich mit der Person. Der Junge überlegte weiter. Was könne er tun? Auf einmal meldete sich sein Magen. Es war so laut, dass es nicht zu überhören war und er fast angst hatte, Gina könne davon wach werden. Hunger. Das war es. Natürlich er hatte den ganzen Tag noch nichts gegessen. Doch er hatte keine Lust sich jetzt in die Küche zu stellen und zu kochen. Zudem Gina von dem Krach sicherlich wach werden würde. Also konnte Carl die Insel ein wenig erkunden gehen. Sicherlich würde er auch an einem Café oder Restaurant vorbei kommen, wo er etwas essen konnte. Also ging er die Treppe hinab und nahm sich seine Jacke von der Garderobe. Er zog sie sich an und trat durch die Türe nach draußen. Anschließend ging er in Richtung Dorf.

~Carl verlässt die kleine Villa und geht zum Café~

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