Die Schaukeln

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Beitrag  Nhazu am Do Jun 18, 2009 11:05 pm

Hier ist es oft sehr leer, da dieser Platz etwas weiter außerhalb ist, jedoch nah am Wald.

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Re: Die Schaukeln

Beitrag  Nhazu am Do Jun 18, 2009 11:06 pm



Es hatte nicht lange gedauert von den verlassenen Häusern hier her zu gelangen. Ruhe brauchte sie zwar nicht, aber ihre Nerven reichten einfach nicht mehr für ihre Schwestern. Sie ärgerte sich immer noch darüber das Jo und Hel meinten sie hätte sich verändert, und vorallem zum negativen.
Aber Faints Herz blieb steinhart, genauso wie ihre 'Maske' die sie Trug wenn man ihr ihre Gefühle, die sie nicht wirklich fühlte.
Sie lies sich auf einer der Schaukeln nieder und schaukelte ein wenig hin und her. Dabei dachte sie nochmal genauestens über die Worte der Beiden nach.

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Re: Die Schaukeln

Beitrag  Siel am Do Jun 18, 2009 11:22 pm


Er hatte es ihr gesagt. Die Sache war noch nicht vom Tisch. Er würde es ihr mit gleicher Münze heimzahlen. So dachte Akuji, als er Faint bei dem Schaukeln sah. Leise, sodass sie ihn nicht bemerkte, schlich er sich an. Es war weniger sein Schienbein, dass verletzt worden war, als seine Ehre. Gut, er war recht gemein zu ihr gewesen, aber sie Griff ihn deswegen gleich an. Das konnte er nicht auf sich sitzen lassen.
Doch während er sich unbemerkt näherte kamen ihm selbstzweifel. Wenn er ihr es jetzt wirklich mit gleichem zurückzahlte, würde er sich genauso Verhalten wie Faint, und dass, obwohl er sie dafür stark kritisiert hatte. Was sollte er also tun? Er überlegte, bis er nur noch wenige Meter hinter ihr stand. Dann entschied er sich, es wieder bei Worten zu belassen. Über ihre Methoden bin ich allemahl erhaben. dachte er sich.
Er griff nach einer der Ketten der Schaukel auf der Faint sahs und brachte diese so zum Stillstand. "Na wer hätte denn das gedacht. Hier sitzt ja tatsächlich die feige Angreiferin von vorhin." Wieder setzte er sein kaltes, gemeines Lächeln auf. "Das war kein feiner Zug, ganz und gar nicht. Wie mir scheint ist es mit dem Ehrgefühl bei dir nicht sehr weit gekommen."

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Re: Die Schaukeln

Beitrag  Nhazu am Do Jun 18, 2009 11:30 pm



Ihre Augen blickten zu Akuji, der ihre Schauckel festhielt, ihren Kopf bewegte sie dabei keinen Zentimeter. "Tz, feige? Na wenn du meinst..." Sie ließ sich eigetlich ziemlich viel gefallen, doch das war auch nicht immer so gewesen. "Hm, besser ich sollte nicht dem Tod und all seinen Freunden folgen oder?" Nun sah sie ihn mit leeren Augen an, weshalb ihr Blick ziemlich gelangweilt ausschaute. Doch das Fragende in ihrem Gesicht sah man trotzdem. Wie sie die Frage meinte? Na ob sie nicht einfach in den Tod laufen sollte um ihrem Leben zu entkommen? Wäre schließlich auch eine Möglichkeit, doch sie schäzte sie nicht sonderlich.
Jetzt, gerade nachdem sie von den zwei anderen Kritisierhälsen davon gekommen war, traf sie auf den nächsten. Auch nicht das was Faint sich vorgestellt hatte, deshalb blickte sie wieder auf den Boden und betrachtete die Erde unter sich.
"Ehrgefühl?" Ja, das kannte sie, doch manchmal handelte sie ohne nachzudenken, genauso wie in dieser Situation, als sie Akuji gegen das Bein getreten hatte. Doch eine Entschuldigung? Nein, die konnte man nicht von Faint erwarten.
Nun vergrub sie ihr Gesicht in ihren Händen, spreizte jedoch die Finger um sehen zu können. Sie dachte weiter nach...

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Re: Die Schaukeln

Beitrag  Siel am Fr Jun 19, 2009 5:54 pm


"Aber natürlich feige. Oder haltet ihr es für besinders mutig, jemanden anzugreifen, der euch den Rücken zukehrt und nicht mit einer Attacke rechnet?" Er blickte Faint spöttisch an. "Aber warum sollte ich von dir auch Mut erwarten? Du hast dich versteckt, warst zu feige dich zu zeigen und nun hast mich eben auch noch angegriffen. Ich hätte es besser wissen müssen, aber ich dachte für einen Moment, ihr hättet den Mut, nicht immer nur davonzulaufen." Er schüttelte den Kopf. Nein, da hatte er sich wohl wirklich geirrt. "Und nun bin ich hier, um dir zu zeigen, dass Weglaufen nicht immer nützt. Es gibt Dinge, die hohlen einen immer wieder ein. Das wirst du noch früh genug erkennen."
"Ich weis es nicht." Seine Augen wanderten zum Horizont. "Ich habe keine Ahnung ob der Tod besser ist als das Leben. Ich kann mir so ziemlich gar nichts darunter vorstellen, was es heißt zu sterben. Vielleicht ist es ganz nett, vielleicht auch nicht. Ich werde es allerdings nie herauskriegen. Aber wenn du meinst, es könnte eine Alternative sein, warum fragst du dann nicht deine Schwester? Die müsste sich doch damit auskennen, oder?" Um nicht selbst weiter über seine Unwissenheit über den Tod sprechen zu müssen, welche ihn ziemlich nervte, da er sich dann immer so dumm vor kam, hatte er stattdessen kurzfristig wieder begonnen, auf Faint herumzuhacken. Er hatte ja vorhin erfahren, dass sie nicht sonderlich gut auf ihre Schwester zu sprechen war.
Ja, Ehrgefühl. Das ist das, wenn man sich zu Schade für etwas ist. Wenn man nicht einfach alles tut, ohne Nachzudenken. Stolz gehöhrt auch mit dazu." Nun spottete er wieder, allerdings mit einer dafür untypsch ernsten Mine.

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Re: Die Schaukeln

Beitrag  Nhazu am Fr Jun 19, 2009 6:17 pm



"Nein, aber ich habe auch nicht behauptet das ich mutig gewesen wär." Nein, ihr Selbstbewusstsein schien genauso zu schwanken wie ihre Stimmung. Manchmal tat sie Sachen die man ihr nicht zutraute und erledigte sie mit leichtigkeit, manchmal lies sie sich einfach nur hängen und versuchte nicht über Konsequenzen nachzudenken. Dann lief sie meistens weg.
"Nur deswegen bist du hier?" Das erste Mal, wahrscheinlich, konnte man entsetzen auf ihrem Gesicht erkennen. Doch dann wandte sich das in ein lächeln um. "Schön, aber ich bezweifel das mir das weiterhelfen wird..." Sie blickte wieder auf den Boden und machte sich an die Arbeit die Steine, die dort rumlagen, wegzukicken. "Außerdem hab ich das schon lange erkannt..." ...doch ich schaff es nicht diesen Rat umzusetzen. Führte sie den Satz in Gedanken fort.
"Ganz nett? Hm, ich wage es nicht das auszuprobieren..." Den die Entscheidung in den Tod zu gehen zog mitsich, nie wieder ins Leben zurückkehren zu können. "Meine Schwestern? Nein, ich glaube sie wollen nicht unbedingt mehr etwas mit mir zu tun haben, sie sagen ich habe mich verändert..." Sie selbst hatte wie ein Brett vor dem Kopf, denn sie schaffte es einfach nicht einzusehen, das ihr Verhalten nicht gerade das beste war, aber war es denn besser die Menschen zu jagen und die Götter in den Tod zu treiben? Irgendwie schaffte Faint es nicht das zu beurteilen.
"Stolz? und worauf bitte sollte ich stolz sein?" Sie ahnte bereits das Akuji ihr diese Frage nicht wirklich beantworten konnte. Schon alleine deswegen nicht das sie sich kaum kannten. Auf seine Mienen reagierte sie kaum, auch wenn sie ab und an zu ihm hochschaute.

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Re: Die Schaukeln

Beitrag  Siel am Sa Jun 20, 2009 1:15 am


"Nein, du hast nicht behauptet das du mutig gewesen währst. Was mich zu einem Punkt bringt, der dem Ehrgefühl nicht unähnlich ist: Was ist mit deinem Selbstwertgefühl? Wie erträgst du es immer nur davon zu laufen. Ist das nicht auf dauer eine Qual? Von allen als Feigling beschimpftund dafür kritisiert zu werden, dass einem einfach der Mumm fehlt, einmal nicht den Kopf in den Sand zu stecken." Er wusste genau, wie man jemanden zur Verzweiflung brachte, auch wenn es bei Faint nicht recht funktionierte. Sie umgab sich mit einer Mauer der Gefühllosigkeit, die er nicht zu zerbrechen vermochte. Zwar hatte er Übung: Regelmäßig brachte er Sterbliche dazu, sich allein, verlassen und wertlos zu fühlen. Und dann, wenn er dies geschafft hatte, flüsterte er ihnen ins Ohr, wie verlocken der Tod doch wäre. Dass dann vielleicht alles besser seien könnte. Menschen, die er so weit brachte begingen dann häufig Selbstmord. Doch dies wollte er bei ihr gar nicht erreichen, lediglich eine Lehre wollte er ihr erteilen. Zum anderen schien allerdings auch Faint geübt darin zu seien, Kritik und Vorwürfe einfach herunter zu schlucken. Das musst sie wohl auch. Nur so konnte sie es fertig gebringen, immer nur wegzulaufen.
"Vielleicht bin ich auch hier um dir durch das was ich tue zu helfen. Vorrausgesetzt du lässt dir helfen. Nicht alles, was böse gesagt ist, ist auch böse gemeint. In meinem Fall ist es vielleicht so, aber selbst Worte, im Zorn gesprochen, können doch auch etwas Wahrheit enthalten, oder nicht?" Er sah den Fenriswolf an. "Ob euch das weiterhilft entscheidest somit allein du." Und er lächelte.
"Na wenn du meinst. Man sollte auch gut über so etwas nachdenken." Der Tod ist nicht wie das Leben. Er ist endgültig und unerbittlich. es währe wahrhaft töricht, überstürzt mir gegenüberzutreten, um die letzte Reise zu wagen."
Er dachte einen Moment darüber nach, was sie über ihre Schwestern gesagt hatte. "Ich kenne Hel nur flüchtig und die Schlange habe ich noch nie getroffen und nur von ihr gehört. Ich weis nicht, ob sie zu guten Schwestern taugen, aber vielleicht machen sie sich wirklich nur Sorgen. Vielleicht hast du dich verändert und es nur selbst nicht gemerkt. Vielleicht bist du nun besser als damals, aber vielleicht auch schlechter. Ich weis ebensowenig, wie viel man auf das Urteil der beiden geben kann, aber ich würde es ihnen nicht übel nehmen. Manchmal sagt man gemeine Dinge, weil man sich nur Sorgen macht oder selbst Angst hat. In diesem Fall hätten sie wohl Angst um dich. Aber das kann ich nicht beurteilen. Aber denke daran: Nur weil dich jemand kritisiert muss er es nicht unbedingt böse meinen. Und noch etwas: Wenn sie sagen, sie wollen nichts mehr mit dir zu tun haben, dann meinen sie das denke ich nicht so extrem. Vielleicht ist es ja sogar andersherum, und du willst die beiden nicht mehr sehen. Oder aber... Sie sind wütend, weil sie machtlos sind und dir nicht helfen können. Wobei die Frage ist, was sie unter helfen verstehen." Jetzt wirkt Akuji plötzlich freundlich und hilfsbereit. Sein Charakter war ständig einem Wandel unterworfen. Es könnte seien, dass er im nächsten Moment schon wieder graußam und gemein wurde, doch im Moment wirkte er freundlich. Die gutmütige, angenehme Seite des Todes.
"Ich weis nicht, worauf du stolz seien kannst. Aber selbst wenn es nichts gibt, dann hast du immer noch die Möglichkeit, noch etwas zu tun, auf dass du Stolz seien kannst. Nur wenn man auf nichts stolz seien kann, egal was es nun ist, dann verliert man allmählich den Respekt vor sich selbst. Und dann, ganz langsam, verliert man als nächstes sich..."

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Re: Die Schaukeln

Beitrag  Nhazu am Sa Jun 20, 2009 1:49 am



"Eine Qual?, nein! Ich sehe als Ausweg, der mir viele Türen und Möglichkeiten öffnet, aber nicht immer sind es die besten..." Faint wusste über vieles Bescheid. Über sich selbst nur leider am wenigsten. Vielleicht lag es auch daran? Das sie bewusster mit sich selbst umgehen sollte? Vielleicht mal öfter nachdenken sollte? Naja, eigentlich war es ja nicht schlecht manchmal nicht nachzudenken, aber nicht auf die Weise wie sie es tat.
"Und du hast recht. Niemand wird gerne kritisiert..." Aber vielleicht brauch ich sie um mich selbst wieder aufzuraffen? Auch diese Frage wusste sie nicht zu beantworten. Leider, aber bestimmt lies es sich bald herausfinden.
Komischerweise machte sich optimismus in ihr breit. Warum? AUch darauf wusste sie keine Antwort, aber die brauchte sie vielleicht auch gar nicht.
Die Mauer, mit der sie sich abschirmte fiel langsam, doch die Kritik an sich selbst ertrug sie immer noch ohne mit der Wimper zu zucken, aber das hieß nicht das sie sie nicht wahr- und vorallem annahm.
Nun blickte sie ihn wieder an, ihr Blick war noch so leer wie vorher, doch ihre restlichen Gesichtszüge wirkten nun nicht mehr wie eine Maske, die sie sich aufgesetzt hatte. "Aha, und wie soll ich mir helfen lassen?" Faint betrachtete das auch als Sache des Vertrauens. Denn eigentlich konnte sie hier niemandem Vertrauen, wenn sie ehrlich war. Vorallem tat sie sich sehr schwer damit, da sie ja damals von den Asen verraten wurde. Das war wohl der ausschlaggebende Grund warum sie niemanden an sich heranlies und ihm vertrauten. Oder zumindest war es sehr schwer ihre Schale zu knacken, denn nicht mal ihre Schwestern hatten dies geschafft.
"Hm? Ich nehme die Kritik weder als gut noch schlecht auf, doch auf dauer ertrage ich nicht das ständige nörgeln..." Gab die Fenriswölfin dann offen zu. Es war selten das sie so viele Gedanken aussprach, vorallem noch jemandem gegenüber den sie kaum kannte. Aber alles verändert sich auf dauer schließlich. Manches schneller, manches langsamer.
Über den Tod sprach sie nun nicht mehr mit ihm, denn wenn er wie der Tod selbst war... Nein! Das war einfach kein gutes Gesrächsthema.
"Vielleicht? Aha, den Gedanken hatte ich auch schon." Man spürte wie sie langsam auftaute, denn endlich hörte man Sarkasmus in ihrer Stimme. "Aber manchmal können mir meine Schwestern damit auf den Senkel gehen, vorallem Biede gleichzeitig, egal ob sie es gut oder böse meinen..." Sie hoffte das sie sich damit klar genug ausgedrückt hat, denn sie war seither niemandem böse gewesen. Nichtmal den Asen, warum wusste sie auch nicht. Doch noch etwas kränkte sie [Ja, jetzt kommt der Hammer xD]. "Und nicht mal meine Söhne lassen sich seither blicken, nur weil sie die Sonne und den Mond immer noch nicht verschlungen haben." Die Trauer in ihrer Stimme war nicht zu überhören, doch ihre Miene wurde nicht finster, nein, sie strahlte eher ein wenig gerissenheit aus. Vielleicht weil sie wieder an den Plan von ihr und ihren Söhnen dachte. Dem Himmel das zu nehmen, wofür er bekannt ist. Vielleicht war das etwas worauf sie bald stolz sein konnte. Und wenn nicht? Na, dann würde sie dafür sorgen das die Sonne auch so verschwand...

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Re: Die Schaukeln

Beitrag  Siel am Sa Jun 20, 2009 11:15 pm


"Nun, wenn es für dich kein Problem darstellt, immer nur wegzulaufen..." Akuji zuckte mit den Schultern. "Ich meine ja auch lediglich, dass man den Problemen zwar so entkommen kann, aber diese nicht immer gelöst werden. Vielleicht ist das auch egal. Aber nur zu oft hohlen einen Probleme wieder ein. Vielleicht wirst du es irgendwann einmal bereuhen. Früher oder später." Akuji wurde einfach nicht schlau aus Faint. Im einen Moment schien ihr etwas zuzusetzen, im nächsten Moment war ihr ein und dasselbe wieder völlig egal.
"Nein, Kritik ist nie etwas angenehmes. Aber wenn wir bereit sind, ihren bitteren Geschmack zu ertragen, so kann sie uns doch helfen, besser zu werden, als wir es sind. Vergleiche es doch mal mit Medizin. Sie schmeckt scheußlich, aber macht gesund." Er musste sich einen spötttischen Blick verkneifen. Er selbst war noch nie krank gewesen und würde es auch nicht werden. Allerdings hatte er schon genug Leute gesehen, die eben diese Eigenschaften der Medizin nannten. Arme Seelen. Ihre Medikamente hatten ihnen nicht geholfen. Er hatte sie dennoch mitgenommen, hinab in die Schatten.
"Doch auch Gift kann schlecht schmecken, daher nimm lieber nicht alle Kritik für hilfreich an. Ich weis nicht, wofür dich deine Schwestern kritisieren und was ihre Absichten sind. Vielleicht ist ihre Kritik ein Medikament, vielleicht ein Gift. Das kannst glaube ich du am besten sagen. Oder aber die Zeit wird es zeigen." Er lies die Schaukel los, da er glaubte, dass Faint ihm nun auch so zuhören würde. Vielleicht auch als Zeichen dafür, dass er nicht nur in bösartiger Absicht gekommen war.
"Hilfe kommt meist in einer Form zu uns, die wir nicht erwarten. Doch wenn wir einfach alles von uns stoßen, dann wird auch die Hilfe nicht zu uns kommen. Du solltest denke ich immer alles genau betrachten, und dann selbst entscheiden, ob etwas Hilfe ist, oder die Absicht dir zu Schaden. Danz genauso wie du selbst entscheidest, ob du diese Hilfe auch willst."
Er ging etwas neben den Schauckeln auf und ab während er sich seine nächsten Worte überlegte. "Streiten Geschwister nicht immer? Und doch sind und bleiben sie eine Familie. Was auch geschieht, das ändert sich nie. Und ich bin mir sicher, auch deine Schwestern wollen nur dein bestes. Man mag seien Geschwister nicht immer, manchmal hasst man sie sogar. Aber irgendwo, tief im Herzen wird man immer verbunden seien. Daher denke ich nicht, dass sie es böse meinen, wenn sie dich so sehr nerven. Vielleicht sind sie einfach nur wütend. Wütend darüber, dass sie keine andere Möglichkeit haben, als dich zu kritisieren, dich zu nerven, oder dir wegen etwas böse zu seien." Aber wie gesagt, die Schlange kenne ich nicht und Hel habe ich nur ein paar mal getroffen. Ich kann nicht sagen, was ihre Absichten sind fügte er in Gedanken hinzu, da es auszusprechen seine Worte von davor nichtig gemacht hätte.
"Deine Söhne?" Akuji musste sich das Lachen verkneifen, wobei es ihm nicht perfekt gelang: Ein Grinsen konnte er einfach nicht unterdrücken. "Und das wundert dich? Kinder wachsen einem nun mal über den Kopf. Sie tun nichts lieber, als anderer Meinung zu seien als man selbst und rebelieren, wo sie nur können. Aber ich denke das müssen sie: Um ihren eigenen Weg in der Welt zu finden." Er grinste jetzt noch breiter. "Meinst du denn, Loki fühlt sich besonders gut deswegen, weil ihr drei ihn nun auch schon Ewigkeiten nicht mehr besuucht habt? Ich denke nicht. Aber machst du dir zuviele Gedanken darüber?" Er sprach den Rest nicht aus, aber es war klar was er meinte: Nein, weil du deinen eigenen Weg gehst und Loki kein Teil mehr von diesem ist. Weil du nun dein eigenes Leben führst.
"Das ist es, was Kinder von Erwachsenen unterscheidet: Die einen leben mit ihren Eltern in deren Leben. Die anderen leben ihr eigenes!" Es wahr irgendwie lächerlich fand Akuji. Er erzählte Faint etwas über Geschwister, Eltern, Kinder und allgemein Familie, dabei verstand er selbst recht wenig davon. Er hatte keine Familie. Niemanden! Alles was er sagte, sagte er aufgrund von Dingen, die er seit Beginn seiner Existenz gesehen oder gehört hatte. Keine eigenen Erfahrungen.

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Re: Die Schaukeln

Beitrag  Nhazu am So Jun 21, 2009 12:07 am



"Momentan noch nicht..." Meinte Faint und hielt ihren Blick nun aufrecht in die Ferne gerichtet. Sie hatte es schon immer gewusst, doch lange Zeit verdrängt. "Doch ihr habt Recht damit, ich sollte nicht mehr davonlaufen... jedenfalls werd ich mich daran versuchen es nicht mehr zu tun." Sie stockte einen Moment und stand von der Schaukel auf. "Aber das heißt nicht das ich das stalken aufgebe." Doch nun war ihr schmunzeln ein wenig zu einer Wolfsähnlichen Fratze verzogen, die im nächsten Moment wieder verschwand. Das Akuji aus ihr scheinbar nicht schlau wurde konnte ihr eigentlich nur Recht sein.
"Medizin? Hab ich noch nie probiert... und ob sie hilft ist das andere." Nein, sie lies nicht mal ihre Wunden versorgen oder verbinden, nein sie lies sie einfach abheilen. Was Akuji in dieser Hinsicht schon gehört hatte war ihr eigentlich ziemlich egal. Deshalb wandte sich bei dem Thema ihr Gehör und ihr Gehirn ab, sodass sie erst wieder zurückschalten würde wenn sie über was anderes Reden würden. Krankheiten, Medizin und soetwas ging ihr nämlich ziemlich am Hintern vorbei.
"Jetzt bin ich mir eigentlich ziemlich sicher das du es als Hilfe meinst, aber selbst wenn ich falsch liege würdest du es mir bestimmt nicht sagen..." Sie zwinkerte und lächelte schwach. Ja, die Gegenwart des Gott des Todes machte ihr wenig, doch das er vielleicht hinterlistig war konnte Faint auch nicht vollkommen abstreiten. "Und wie meine Schwestern es meinen, darauf werde ich mich später noch einmal einlassen, jetzt habe ich genug von ihnen." Aber das war schon früher öfters so, wenn wir viel zusammen gemacht haben. Führte sie diesen Satz in Gedanken weiter und blickte für einen Moment auf den Boden.
"Was gibts da zu grinsen?" Fragte sie ihn nun mit einem ziemlich finsteren Ausdruck im Gesicht und dieser löste sich beim folgendem Satz auch nicht: "Wenn du darauf anspielst, dass ich in so einer jungen Mädchengestalt nicht so ausseh als hät ich Söhne, dann würde ich an deiner Stelle lieber ganz schnell das grinsen verschwinden lassen, oder ich beiss dir den Kopf ab..." Zwar konnte er nicht sterben, aber schmerzen hatte er bestimmt. Und das würde ihr eigentlich genügen, denn sie fand es eigentlich eher weniger lustig schon in dieser Gestalt Söhne zu haben. Warum hab ich das überhaupt ausgesprochen? Dachte sie dann entsetzt.
"Mir soll es recht sein, denn ich will keine zwei Wölfe an mir kleben haben. Doch wenn sie nicht bald ihre Aufgabe erfüllt haben werde ich die Aufgabe übernehmen." Sie sah Hati und Skalli eher mehr wie Untertanen oder ähnliches an, als ihre Söhne. Vielleicht lag es daran das sie sich nie wirklich wie eine Mutter gefühlt hatte? Und vielleicht auch weil der Vater ein ziemliches Arsch ist um es mal deutlich auszudrücken.
Die Gedanken von gerade lagen ihr deutlich im Gesicht, sodass sie sich zusammenreißen musste um nicht gleich ihre Wut an Akuji oder so auszulassen. Schließlich war er auch ein Mann.

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Re: Die Schaukeln

Beitrag  Siel am So Jun 21, 2009 2:24 pm


"Mehr als das du es versuchst wird auch niemand von dir erwarten." Akuji trommelte mit den Fingern gegen das Holzgestell, an welchem die Schaukel aufgehängt war. Er blickte Faint ein wenig schief an. "Das du damit aufhöhren sollst wird ja auch gar nicht von dir verlangt, oder? Davon abgesehen ist es ja wie ich bereits gesagt habe: Du entscheidest selbst, was du tust und was nicht. Diese Entscheidung kann dir niemand abnehmen, aber ebensowenig kann dir jemand aufzwingen, sie auf diese oder jene Weise zu treffen. Ebensowenig wie man mich darum bitten könnte, nicht mehr über den Tod nachzudenken."
Er wurde ein wenig gereizt, als er merkte, dass Faint ihm teilweise überhaupt nicht zugehöhrt hatte, zumindest bei dem Teil des Gespräches über Medizin. Da gab er sich Mühe, einen vernünftigen Vergleich zum Leben zu ziehen und was tat sie? Einfach auf Durchzug schalten. Er versuchte sich seinen Ärger nicht anmerken zu lassen, auch wenn es ihm nicht ganz zu hundert Prozent gelang.
"Wie gesagt, was Hilfe ist und was nicht entscheidest allein du, egal, wie es nun ursprünglich gemeint war. Es zählt nicht, was ich mir dachte, als ich etwas sagte, es zählt, was du darüber gedacht hast, als du es gehöhrt hast." Inzwischen war er sich selbst nicht mehr sicher, was er eigentlich wolle: Sich bei Faint für den Tritt gegen das Schienbein rächen oder für sie den Psychater spielen und sie aus ihrer Gemütslage herauszuhohlen. Es brachte ihn meist recht durcheinander, dass sein Charakter sich so wandeln konnte, sodass er manchmal selbst nicht so recht wusste, was er vorhatte. Der viel schlimmere Teil daran war, dass er ständig anders empfand. Im einen Moment war er wütend auf Leute, im nächsten Moment verhielt er sich wieder freundlich, nur um anschließendwieder zu seiner hinterhältigen, gemeinen Art zurückzukehren. Das war oftmals verwirrend, sowohl für die Leute um ihn herum, als auch erst recht für ihn, da er sich selbst nie sicher seien konnte, wie er auf etwas reagieren würde.
"Wenn du das für die beste Vorgehensweise hälst, dann wird es wohl auch die Richtige seien." Akuji hielt es für besser, nicht weiter mit ihr über ihre Schwestern zu sprechen, da sie im Moment schienbar recht wütend auf diese war. Aber irgendwie merkte er auch, dass er recht zu haben schien: Ihnen richtig böse zu seien, dazu war Faint einfach nicht in der Lage. Vermutlich wäre er es auch nicht, wenn er Geschwister hätte.
Und plötzlich wurde Faint sauer. Aber so richtig. Als sie ihn anfuhr und ihm drohte, sie würde ihm den Kopf abbeißen, wurde auch Akujis Gesichtsausdruck düster. "Über legt euch genau was ihr sagt. Ihr könntet mir den Kopf abreisen, er würde in eurem Mund zu Asche werden und ich wäre immer noch am Leben und mein Kopf wieder dort, wo er hingehöhrt. Ich kann nicht sterben, nicht bevor nicht der letzte Tod gestorben worden ist. Und außerdem solltet ihr denken, bevor ihr etwas sagt. Ich habe lediglich gegrinst, weil ihr scheinbar so verwundert darüber zu seien schient dass eure Söhne nichts mehr von sich höhren lassen." Auf den Gedanken, dessen ihn Faint beschuldigte, war er gar nicht gekommen. Er wusste selbst zu gut, wie irrelevant das äußere war, wenn es darum ging, das Alter zu beurteilen. Er selbst sah ebenfalls nicht sehr alt aus und dennoch war er so alt wie das Leben selbst. "Du willst an Stelle deiner Söhne Mani und Sol verschlingen? Und du meinst allen ernstes, du währst dabei erfolgreicher als die Beiden? Nun gut, wenn du dieser Ansicht bist, daran hindern wird dich niemand. Doch verstehe ich dann nicht, warum es euch stört, wenn eure Söhne nichts mehr von euch wissen wollen, wenn ihr so abfällig über sie sprecht." Der Shinigami schüttelte verständnislos und vielleicht auch ein wenig spöttisch den Kopf.
Er kümmerte sich nicht darum, dass Faint sehr wütend zu seien schien. Ihm konnte nichts passieren, egal was geschah. Schmerzen waren zu ertragen und klein beigeben würde er auf keinen Fall.

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Re: Die Schaukeln

Beitrag  Nhazu am So Jun 21, 2009 2:49 pm



"Jaja, müssen wir dieses Thema denn nun weiter vertiefen? Langsam habe ich es ja verstanden..." Murmelte sie kleinlaut. Denn jetzt wo sie ein wenig Aufgetaut war wollte sie mehr Spaß, als daraüber zu reden was genau der Sinn, die größte Erwartung, oder sonst etwas an der ganzen Sache war. Aber immerhin war der Fenriswolf nun in ihr aufgewacht. Zwar noch müde, aber lebendig.
Doch ganz war das Thema ihr dann doch nicht egal, der letzte Satz von Akuji brennte ein wenig in ihr. "Aber wenn es dir doch egal sein könnte? Aber wahrscheinlich ist gerade das der Reiz mehr darüber nachzudenken und mehr zu erfahren über etwas was man selbst soweiso nicht erleben wird? Oder?"
Das Akuji darüber sauer war das sie ihm nicht ganz zugehört hatte merkte sie zwar, aber lächelte ihn freundlich an. "Warum bist du darüber nun so sauer?" Ein schmunzeln konnte sie sich dann weiterhin nicht verkneifen, denn sie hatte gewusst das viele Leute es nicht ausstehen konnten wenn man ihnen nicht zuhörte, doch Faint schien nun so als hätte sie das nie gewusst.
Und das Akuji anscheinend ziemliche Stimmungsschwankungen hatte schien sie auch nicht zu bemerken, doch sie achtete genau auf seine Gesichtszüge, Stimme und Gesten. Faint wusste so ziemlich genau was ihr Gegenüber fühlte, weil sie gelernt hatte darauf zu achten, doch das hies nicht immer das sie darauf Rücksicht nahm. Doch bei Akuji wechselte sein Verhalten ziemlich schnell, da kam sie manchmal etwas durcheinander, doch sie lies es sich nicht anmerken.
Ja, sie wollte nun nicht mehr unbedingt über ihre Schwestern reden. Vorallem da Akuji nicht wirklich der Richtige Gesprächspartner war, alleine schon weil er ihre Schwestern kaum kannte. Das er selbst keine Geschwister hatte vermutete sie einfach mal.
"Ja, ich habe genau überlegt und war mir auch ziemlich sicher dabei das es euch nichts ausmacht. Aber ich rate euch trotzdem mich nicht zu unterschätzen." Nun klang ihre Stimme wie die der Fenriswölfin in ihrer wahren Gestalt. Egal ob ihr sterben könnt oder nicht... Dachte sie weiter, doch lies ihre finsteren Gesichtzüge, plötzlich wie auf Knopfdruck verschwinden und lächelte. Allein ihn jetzt ein wenig zu verwirren machte ihr Spaß.
"Scheinbar? Ich war eher empört darüber, aber was solls, wenn sie nicht bald wieder hier mit ihrer erledigten Aufgabe erscheinen werde ich das tun was ich eben gesagt hab..." Sie zuckte Gleichgültig mit den Schultern und warf Akuji nochmal einen freundlichen Seitenblick zu. Ja, ihre Mimik und ihr Verhalten konnte sie entgegen ihrer Gefühle kontrollieren.
Nun würde Akuji vielleicht auch nicht mehr so gleichgültig reagieren. Vielleicht haute ihn auch die nächste Frage ein Stückchen weiter um.
"Habt ihr Lust etwas mit mir zu unternehmen?" Und das meinte sie vollkommen ernst.

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Re: Die Schaukeln

Beitrag  Siel am Mo Jun 22, 2009 12:02 am


"Gut!" Er lächelte Faint an. So langsam schien sie wirklich begriffen zu haben, was er ihr hatte mitteilen wollen. Und damit war er auch gerne bereit, nun nicht weiter darauf einzugehen. Ich werde ja schon noch sehen, wie gut sie ihre Vorsätze in die Tat umsetzen kann. Akuji konnte sich selbst nicht ganz verstehen. Er wahr hergekommen, um Rache für den Scheinbeintritt zu üben und jetzt freute er sich schon fast darüber, dass es ihm möglich gewesen war, ihr durch seine Ratschläge zu helfen.
"Es ist eben so: Ich werde nie sterben. Wenn der letzte Tod gestroben ist werde ich einfach vergehen. Aus dem Nichts ins Nichts zurück. Und doch ist der Tod meine Aufgabe. Ohne mich stirbt niemand. Ich bin der Tunnel, den alle die sterben durchschreiten, egal, was am Ende auch liegen mag. Es ist einfach merkwürdig etwas zu tun, ohne zu wissen, was es bedeutet, dass man es tut. Warum haben Sterbliche Angst vor dem mir? Warum versuchen sie, mir zu entkommen? All dies liegt so weit außerhalb meines Wesens, meiner Welt. Und das unbekannte war schon immer interessant, egal ob für Menschen, Dämonen oder Götter. Deshalb denke ich über den Tod nach, auch wenn ich ihn nie sterben werde." Sein Blick war nun wieder in die Ferne gerichtet und irgendwie etwas abwesend.
Als er Faints freundliches Lächeln sah, wich seine schlechte Laune wieder. "Redest du etwa gerne, ohne dass man dir zuhöhrt?" fragte er grinßend. "Denn Selbstgespräche führe ich in der Regel nicht."
Akuji hatte Faint nicht unterschätzt. Er war lediglich in hinsicht auf sein eigenes >Leben< sehr sorglos, da er es nicht verlieren konnte. Da war es nicht nötig, in hinsicht darauf vorsicht walten zu lassen. Er brauchte niemanden zu unter-, über- oder allgemein einzuschätzen.
So langsam verwirrte ihn Faints verhalten immer mehr. Im einen Moment schien sie so zu seien, wie sie es vorhin noch gewesen war, dann wieder so, wie man sich den Geschichten nach den Fenriswolf vorzustellen hatte und nun auch noch diese freundliche Seite, die sich langsam zeigte. Er wusste dementsprechend auch nicht, was die beste Art war, sich zu verhalten. Dennoch... Der verwirrendste Faktor in diesem Gespräch blieben seine eigenen Stimmungsschwankungen, bei denen in seinem speziellen Fall sein ganzer Charakter betroffen war.
Das Thema mit Faints Söhnen überging er dieses mal lieber komplett. Er wollte nicht riskieren, dass sie sich weider aufregte, und da er sowieso recht wenig von Familien und deren Problemen verstand, schwieg er lieber dazu. Er schwieg einfach kurz mit ernstem Gesicht zu dem, was Faint sagte, und wollte dann mit dem eigentlichen Gespräch fortfahren.
Aber er kam nicht dazu, denn was Faint danach sagte traf ihn so unvorbereitet wie ein Schlag ins Gesicht. Er lies es sich nicht anmerken, aber wenn er mit etwas gerechnet hatte, dann ganz sicher nicht damit. Was so unerwartet daran war, was nicht nur die Tatsache, dass sie es gesagt hatte, sondern dass sie es scheinbar ernst meinte. Vor ein paar Stunden hatte sie im noch aus Rache für seinen Denkzettel ans Schienbein getreten und er hatte sie nicht gerade freundlich behandelt, sie eigentlich immer nur kritisiert und keinerlei Rücksicht auf sie genommen, ebenso wenig wie sie ihn freundlich behandelt hatte. Und nun diese Frage? Akuji hatte keine Ahnung, wie er darauf reagieren sollte. Er sah sie fragen an. "Ähm..." Er überlegte, aber es kam nichts dabei raus, was ihm weiterhalf. "...klar, warum nicht?" sagte er schließlich. Es gelang ihm sogar, den Ansatz eines Gesichtsausdruckes zwischen Lächeln und Grinßen auf sein Gesicht zu bringen und nicht so auszusehen, wie er sich eigentlich in diesem Moment fühlte: Verwirrt! Normalerweise bedachte er alles, was er tat sehr genau, zumindest wenn nicht gerade sein Charakter auf vorschnelles Handeln geprägt war, aber diese Frage kam schlichtweg zu überraschend.

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Re: Die Schaukeln

Beitrag  Nhazu am Mo Jun 22, 2009 12:26 am



Eigentlich war Faint ziemlich dankbar darüber gewesen. Über die Ratschläge, aber irgendwann hatte sie einfach genug. War ja auch eingentlich ein ziemlich nirmales Verhalten, denn das Thema war schwierig für sie gewesen. Und darüber das Akuji sich vorerst rächen wollte dachte sie nicht nach, beziehungsweise wusste sie ja gar nicht wirklich davon.
"Aber ist es nicht auch irgendwie ein schlechtes Gefühl zu wissen das du es nie erleben wirst?" Sie wusste es von sich selbst, zu erfahren das sie ganz bestimmte Dinge nie erfahren wird. Und irgendwie war das immer ein seltsames und meistens schlechtes Gefühl für sie Gewesen, aber das hies ja nicht das Akuji genauso war. Auch ihr Blick galt nun wieder dem entferntem Horizont.
"Ja, manchmal schon, da man dann das gute Recht hat jemanden anzumeckern..." Ihre Logik war irgendwie seltsam, genauso wie ihr Verhalten und ihre Stimmungen, doch ihr selbst machte das nichts, schließlich musste die Leute um sie herum damit umgehen können. Gut, manchmal brachte ihr das Probleme ein trotzdem waren diese nie sehr schwerwiegend.
Das Akuji scheinbar von sich selbst sehr verwirrt war fand sie eigentlich ziemlich witzig. Faint konnte damit umgehen da sie sich ansatzweise ähnlich verhielt, doch das hies nicht das sie immer damit klar kam. Momentan aber schon.
Ein weiteres Gespräch über ihre Familie blieb aus und anscheinend wollte Akuji gerade anfangen zu quatschen als ihn Faint's Frage völlig überrumpelte. Ihre Augen leuchteten Gelb, aber nur weil sie es ziemlich witzig fand das die Frage so unerwartet für ihn kam das er Sprachlos war. Irgendwie stand ihm die sprachlosigkeit nicht wirklich, deshalb war sie froh als er endlich seinen Mund öffnete. Gut, das 'Ähm' hatte sie nicht wirklich erwartet, deshalb schaute auch sie ein wenig bedröppelt drein. Doch sie lächelte wieder als er ihr dann doch noch eine Antwort gab. Trotzdem konnte sie sich das breite grinsen nicht verkneifen, denn Akuji verwirrt zu haben bereitete ihr ziemliche Freude. "Und? Hast du einen Vorschlag? Oder irgendeinen Wunsch? Ich kenn mich hier perfekt aus..." Jaja in ihr steckte eine kleine Angeberin, aber eigentlich meinte sie das ja nur freundlich.

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Re: Die Schaukeln

Beitrag  Siel am Mo Jun 22, 2009 8:18 pm


Akujis Blick wurde einen Moment düster. "Ja, es ist wirklich nicht immer ein gutes Gefühl. Es gibt Momente, da bin ich froh darüber, nie den Weg eines Sterblichen gehen zu müssen, und dann gibt es wieder Augenblicke, da wünsche ich mir nichts mehr, als genau das zu tun." Er seufzte. "Und das merkwürdigste: Ich werde nie erfahren, ob es gut war, sich soetwas zu wünschen, oder nicht. Der Tod, also alles, was der Grund für meine Existenz ist, ist mir so unverständlich wie eine fremde Sprache und liegt in so ungreifbarer Ferne, dass ich nicht sehen kann, was dort liegt, geschweigedenn, dorthinzulaufen und nachzusehen." Plötzlich schüttelte er rasch den Kopf. Er musste grinßen, denn ohne es zu merken war er schon wieder ins nachdenken gekommen, ins philosophieren, und dass hatte er eigentlich nicht vor gehabt.
"Das gute Recht jemanden anzumeckern?" Leise lachte er in sich hinein. "Ok, von diesem Standpunkt habe ich es noch gar nicht betrachtet. Diese Vorgehensweise sollte ich mir merken." Er fand es recht lustig, was für merkwürdige Rückschlüsse Faint aus verschiedenen Dingen zog. Sie kam zu Ergebnissen, wenn sie über etwas nachdachten, die so abwegig und doch so offensichtlich waren, dass man sie, wenn man nicht über Faints Ansichten und Charakter verfügte, einfach übersehen musste.
Er war immer noch ziemlich überrascht von Faints Frage und dazu mischte sich promt noch ein kleines bisschen Empörtheit, da sie seine Sprachlosigkeit offensichtlich auch noch witzig fand. Als er sein >Ähm< hervorgebracht hatte und Faint darauf ebenfalls etwas durcheinander schaute, musste er sich das Grinßen verkneifen, und bemühte sich, es in ein Lächeln übergehen zu lassen. Das Ergebnis lag irgendwo zwischen beidem.
"Einen Vorschlag oder Wunsch? Eigentlich nicht. Ich bin zum ersten Mal in dieser Welt und kenne mich hier kaum aus und weis dementsprechen auch nicht, was sehenswert ist. Was würdest du denn sagen, dass man unbedingt gesehen haben muss?" Fragend blickte er sie an. Allerdings konnte er sich eine kleine spöttische Bemerkung nicht verkneifen. "Ok, aber ich darf dich verantwortlich machen, wenn wir uns verlaufen." Nun lag wieder ein fröhliches Grinsen auf seinem Gesicht, auch wenn er sich eigentlich auf die Zunge hätte beißen können. Denn er war sich absolut nicht sicher, wie Faint auf so einen Kommentar reagieren würde.

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Re: Die Schaukeln

Beitrag  Nhazu am Mo Jun 22, 2009 10:05 pm



Und schon wieder fing Akuji an zu philosophieren, doch diesmal nahm sich Faint zusammen und hörte ihm zu. Ein Kommentar gab sie jedoch nicht weiter dazu ab, auch darum damit sich das Gespräch nicht weiter vertiefte. Doch der Reaktion von Akuji zu urteilen hatte er nun selber begriffen das das Thema nicht weiter vertieft werden musste. Wenigstens grinste er darüber, denn bedrückende Stimmung würde nun bestimmt sehr zu ertragen sein. Jedenfalls für die Fenriswölfin.
"Warum merken?" Sie war etwas verwundert darüber, denn eigentlich hatte sie angenommen das viele so dachten wie sie aber das war scheinbar nicht so. Deshalb... Erst jetzt begann sie langsam zu verstehen warum manche sagten sie habe seltsame Ansichten oder Denkvorgänge, dabei waren sie nur meistens einfach und logisch gehalten. So schaffte sie es öfters mal sich nicht an irgendwelchen Sachen die Zähne auszubeissen.
Faint sah es mittlerweile nicht mehr so eng mit Akuji 'abzuhängen'. Es war etwas anderes, da er scheinbar immer noch nicht ganz wusste ob es nun gut oder schlecht war so zu reagieren, doch Faint nahm das ziemlich locker hin. Warum auch nicht, denn sie war sich sicher das in Akuji eigentlich ein sehr netter Kern steckte, den er jetzt für diese Zeit mal nach Außen getragen hatte. "Naja, das Badehaus sollte man unbedingt sehen. Solch riesige Becken hast du bestimmt noch nicht gesehen. In das größte passt sogar bestimmt meine Schwester Jörmungandr in ihrer vollen größe rein!" Sie selbst staunte immer wieder darüber, da das Badehaus von außen gar nicht so riesig aussah. Zwar schon ziemlich groß, aber nicht so sehr das ihre Schwester in ein Becken hineinpassen würde. Aber so wie sie gehört hatte war das Badehaus mit Magie belegt, sodass sich die größe nach belieben von Yubaba verändern lies.
"Verlaufen? Sicher, hier werde ich mich natürlich verlaufen..." Sie legte für einen moment einen vernichtenden Blick auf, aber nur aus Spaß, denn schlechte Laune hatte sie momentan nicht, aber man hatte vorhin ja gesehen wie schnell sich das ändern konnte.
Also hatte sie nun inoffiziel beschlossen zu den Bädern zu gehen. Zwar badete sie nicht so gerne, doch AKuji musste ja einmal gesehen haben wie toll die Bäder waren, dehalb schlörte sie ihn nun mit sich indem sie ihn, am Handgelenk gepackt, hinter sich her zog. Eine vorgehensweise die manchmal nur zu typisch für sie war. Aber schon nach kurzer Zeit lies sie ihn los, passte aber auf das er ihr in den Massen noch folgen konnten, die nun langsam am frühen Abend ins Badehaus drangen.

~Gehen zum Badehaus~

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Re: Die Schaukeln

Beitrag  Nhazu am Fr Jul 17, 2009 12:03 am



Faint hatte sich auf eine der Schaukeln gesetzt, doch sie wippte nur leicht hin und her. Um richtig zu Schaukeln, dafür war ihr Kimono zu lang. Nicht mehr lange und es würde hier komplett dunkel sein. Doch bevor Faint ihren Blick zum Himmel wenden konnte hörte sie das quitschen der Schaukel. Wie ist das-? Wer? Sie war doch bisher ganz alleine hier gewesen oder? Doch als sie ihren Kopf nach links, zu der anderen Schaukel, wendete sah sie ein kleines Mädchen darauf sitzen.

Sie lachte leise als sie sah das Faint sehr verwundert und erschrocken war. "Das hir ist die Hölle! Die Hölle!" Das sagte sie mit lachnder, ja fast quikender Stimme. Entsetzt blickte Faint das Mädchen, mit den seltsamen Augen an. Schon im nächsten Moment war das Mädchen von der Schaukel gesprungen und rief noch einmal: "Das ist die Hölle für Götter und Dämonen! Dieser Ort! Die Hölle!" Mit diesem letzten Satz entfernte sie sich mit schnellen Schritten von den Schaukeln. Faint stand nun von der Schaukel auf und blickte zitternd dem kleinen Mädchen hinterher. Wer ist sie?
Doch Faint stand auf und verließ die Schaukeln, irgendjemand würde sich schon über das Problem kümmern.

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